Die Freien Wähler: Mehr als 22 Kandidaten


Portraits über Dossenheimer Bürgerinnen und Bürger, die seit Jahrzehnten politisch engagiert sind, nicht aber als Kandidatin oder Kandidat in der ersten Reihe stehen, kurz: Menschen, die sich schon immer für das Gemeinwohl eingesetzt haben, Menschen, die nicht auf der Wahlliste unserer 22 Kandidaten stehen, jedoch gern aktiv bei den Freien Wählern mitarbeiten.

Klaus Komma und Rainer Loos

Klaus Komma und Rainer Loos

Klaus Komma, geboren 1945 in Heidelberg, verheiratet, eine Tochter, zwei Enkel, wohnt seit 1974 in Dossenheim. Als Bankkaufmann arbeitete er ab 1963 in der Heidelberger Volksbank, davon einige Jahre als Zweigstellenleiter. Von 1972 bis 2004 baute Klaus Komma die Immobilienabteilung der Volksbank auf und war deren Leiter bis zum Vorruhestand. Während dieser Zeit war er auch als Referent für Immobilien bei dem Badischen Genossenschaftsverband tätig und bis 2016 langjähriges Mitglied des Beirates beim Heidelberger Verband „Haus und Grund”, ebenfalls bis 2016 langjähriges Mitglied des Gutachterausschusses bei der Stadt Heidelberg. Bis heute stellt er sein fachliches Knowhow auch der Gemeinde Dossenheim als Mitglied des Gutachterausschusses zur Verfügung.
Über 20 Jahre war er aktiv im Verein „Bürger für Dossenheim e.V.” und seit über 30 Jahren verbindet ihn sein Interesse am kommunalpolitischen Geschehen mit den Freien Wählern Dossenheim.

Rainer Loos, 1948 in Wiesbaden geboren, verheiratet, eine erwachsene Tochter, wohnt seit 1989 in Dossenheim. Beruflich war er immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Seine Laufbahn startete er im gehobenen Dienst der Stadtverwaltung Wiesbaden. Darauf folgte zuerst die Ausbildung zum Diplom–Sozialarbeiter, anschließend das Studium zum Diplom–Pädagogen. Fast zwei Jahrzehnte arbeitete er als freier Mitarbeiter in der Jugend– und Erwachsenenbildung.
Nach Tschernobyl war er 1986 Mitbegründer des „Elternverein Restrisiko e.V.” in Wiesbaden, der bundesweit über Radioaktivität in Lebensmitteln informierte. Nach Umzug in die Kurpfalz folgte die Tätigkeit als Redakteur bei der regionalen Zeitschrift „Umwelt direkt” und das Engagement im Verein „Bürger für Dossenheim e.V.”. Daneben veröffentlichte er Fachartikel zu den Themen „Kind und Umwelt”. Im Rahmen all dieser Öffentlichkeitsarbeit kam ein Kontakt zur Heidelberger Volksbank zustande, der zu einer Festanstellung führte.
Rainer Loos ist Mitbegründer des „Forum Kinderfreundliches Heidelberg”, dessen Erfolg unter anderem darin besteht, dass sich in jedem Stadtteil Kinderbeauftragte um die Belange der „Kleinsten” kümmern. In Dossenheim war er zunächst als Elternbeirat in der Neubergschule aktiv.
Sein besonderes Interesse gilt ebenso den Büchern: Er ist Mitglied im Literaturkreis der Gemeindebücherei Dossenheim. 2006 war er Mitbegründer und 2. Vorsitzender des „Freundeskreis der Gemeindebücherei Dossenheim e.V.”, seit November 2018 als 1. Vorsitzender. Rainer Loos ist Mitherausgeber des 2016 erschienenen Buches „Steinbrüche Vatter und Leferenz in Dossenheim – Porphyrgeschichte(n) in Wort und Bild”.
2014 war Rainer Loos Mitbegründer der Vortragsreihe „fsb” (Freundeskreis–Seniorenforum–Begegnungsstätte) zu Themen für die ältere Generation Er ist Mitglied im Dossenheimer Heimatverein, im Asylkreis Dossenheim und in der Arbeitsgemeinschaft Naturschutz Dossenheim–Schriesheim.
Bei den Freien Wählern Dossenheim ist Rainer Loos seit über 15 Jahren engagiert (mehr als 10 Jahre zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, heute als Beirat im Vorstand), u.a. entstanden 2014 der Flyer „Historischer Rundgang durch Alt–Dossenheim” (in Zusammenarbeit mit Rosemarie Blaas) und 2011 die Broschüre „60 Jahre Freie Wähler Dossenheim 1951–2011”, gemeinsam mit Rosemarie Blaas, Cornelia und Friedrich Wesch. Bei den Freien Wählern engagiert er sich, weil er das Zusammentreffen vielfältig engagierter Bürgerinnen und Bürger schätzt – getreu des Mottos von Oscar Wilde: „Persönlichkeiten, nicht Grundsätze, bewegen das Zeitalter”.

Rosemarie Blaas und Friedrich Wesch

Rosemarie Blaas und Friedrich Wesch

Rosemarie Blaas gehört zu den Menschen bei den Freien Wählern, die man als Urgestein bezeichnen könnte. Ihr Leben zeichnet sich dadurch aus, dass sie für alle Menschen ein offenes Ohr hat. Privates und Politisches, Zuhören und Handeln sind für sie eins. In das ehemalige „Café Blaas” ging man nicht nur, um Kaffee und Kuchen zu genießen, sondern auch um Probleme zu besprechen und Anregungen zu geben. Ihre Geduld brachte sie durch ihren vorherigen Beruf mit: als Sekretärin von Professor Alexander Mitscherlich, dem Begründer und Direktor der ersten Psychosomatischen Klinik Deutschlands, war sie bis zu seinem Weggang nach Frankfurt dessen rechte und linke Hand. In der Zeit von 1983 bis 1996 war Rosemarie Blaas Vorsitzende des Bundes der Selbständigen (BdS) und prägte dessen positive Entwicklung durch viele Aktionen und Events maßgeblich mit. Rosemarie Blaas ist seit über 35 Jahren Mitglied der Freien Wähler. Als „sachkundige Bürgerin” begann sie 1984 ihre kommunalpolitische Arbeit im Haupt– und Finanzausschuss. Im Jahr 1989 wurde sie in den Gemeinderat gewählt und war ab 1994 Fraktionssprecherin. In dieser Zeit gestaltete sie aktiv die Entwicklung unserer Gemeinde mit. Baugebiet West, Drehscheibe, Tiefgarage Kronenburger Hof, Schauenburg Halle, Haus „Stephanus”, Martin–Luther–Haus, Mühlbachhalle, Friedhofserweiterung, Steinbrüche und Schulen waren die beherrschenden Themen. Im Jahr 2004 kandidierte sie nach 15–jähriger Tätigkeit nicht mehr für den Gemeinderat. Sie erhielt die Bürgermedaille der Gemeinde und die Auszeichnung „Altgemeinderätin”. Seither ist sie Ehrenmitglied der Freien Wähler. Unsere kommunalpolitischen Sitzungen begleitet sie immer mit großem Interesse und bringt ihre politische Kompetenz in vielfältiger Weise ein.

Friedrich Wesch ist in Heidelberg geboren und schloss sein Studium als Diplom–Ingenieur (FH) an der Fachhochschule in Mannheim ab. Berufsbegleitend erwarb Friedrich Wesch die Zusatzqualifikationen als Sicherheits– und Schweißfachingenieur. Bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben war er in der Qualitätssicherung und im Qualitätsmanagement in verschiedenen Funktionen eingesetzt: vom verantwortlichen Schweißfachingenieur über Teilbereichsleiter bis hin zum Leiter Qualitätssicherungsüberwachung. Mit der 1972 veröffentlichten Studie „Die Grenzen des Wachstums” zur Zukunft der Weltwirtschaft und der zu erwartenden Auswirkungen auf die Menschheit beginnt sein Interesse an politischen Fragen. Er engagierte sich in mehreren Arbeitskreisen, um diese Themen zu vertiefen. Nach seiner Heirat 1976 mit Cornelia Schork zieht er nach Dossenheim. Bei den Freien Wählern bringt er seine politischen Interessen ein, arbeitet seit einigen Jahren aktiv im Vorstand als Beirat mit und ist dort für seine Fachkompetenz und kritischen Beiträgen bekannt. Seine politischen Anliegen sind: die behutsame Entwicklung von Dossenheim, die Einschränkung des Landschaftsverbrauches, die Durchsetzung von ökologisch sinnvollen Maßnahmen, kreative Ideen für verstärktes politisches Engagement von Bürgern. Sein besonderes Augenmerk gilt einer soliden Finanzpolitik und der nachhaltigen Verwendung öffentlicher Mittel. Das Saxofon spielen in der Strada Montana Big Band, der Obst– und Gartenbau, die Pflege von Obstbäumen und Beerensträuchern und das Tanzen im Tanzsport Club Couronne sind seine Hobbys.